Pädagogisches Konzept

 

Spielen ist immer auch Lernen! In der pädagogischen Arbeit kommt dem Spiel eine besondere Bedeutung zu. Das Spiel der Kinder entsteht aus eigener innerer Motivation der Kinder. Es ist stets freiwillig, spontan und zweckfrei. Kinder haben Spaß und Lust am Spiel.
Das Spiel fördert das Kind ganzheitlich in den verschiedensten Entwicklungsbereichen und ist für die kindliche Entwicklung notwendig. Kinder spielen mit großem Ernst, denn das „Spiel ist die Arbeit des Kindes" (Maria Montessori)!
In unserer pädagogischen Arbeit richten wir unseren Blick auf die Fähigkeiten und Interessen der Kinder. Wir nehmen sie als Persönlichkeit, mit individuellen Stärken und Schwächen wahr und begegnen ihnen in einem fortlaufenden Dialog.

 

Teiloffene Arbeit

Wir begleiten alle Kinder in ihrer zunehmenden Unabhängigkeit und unterstützen sie eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. So können alle Kinder Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickeln.
Die Kinder haben eine Stammgruppe, der sie sich zugehörig fühlen. Dennoch können sie sich frei und selbstständig für alle Spielbereiche, auch die die außerhalb des Gruppenraumes liegen, entscheiden. Sie wählen die Spielbereiche entsprechend ihren Bedürfnissen. Dadurch können sie gruppenübergreifend Kontakt zu allen Kindern der Einrichtung aufnehmen.
Im täglichen Miteinander müssen Regeln und Absprachen eingehalten werden. So erfahren die Kinder gegenseitiges Vertrauen, gegenseitige Toleranz und Achtung für den anderen. Die Kinder müssen untereinander und mit den Erwachsenen kommunizieren, Konflikte lösen, Kompromisse schließen und entwickeln dadurch Teamfähigkeit. Grundvoraussetzung ist das Vertrauen des Erwachsenen in das Kind.
Alle Erzieher/innen kennen alle Kinder und auch alle Kinder sind miteinander bekannt.
Auch in der Krippe gibt es schon Ansätze der teiloffenen Arbeit. Die Kinder sind ihren Stammgruppen zugeordnet, können aber auch die andere Krippengruppe besuchen. Innerhalb der Gruppe gibt es zudem verschiedene Angebote wie Spielen, Malen, Bücher ansehen oder bauen. Die Kinder entscheiden selbst, was sie machen möchten. Außerdem besuchen manche Krippenkinder alleine oder mit einem / einer Erzieher/in die Kindergartenkinder und erfahren so weitere Schritte der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung.

 

Der Situationsansatz

Unsere pädagogische Arbeit richten wir am Situationsansatz aus.
Im Situationsansatz geht es um die Begründung und Gestaltung von Bildungsprozessen.
Der Situationsansatz orientiert an den demokratischen Grundwerten. Er soll Kinder mit ihren Entwicklungsbedürfnissen in IHREN Situationen verstehen und ihre Fähigkeiten fördern mit sich, den andern und der Welt gut zu Recht zu kommen.
Autonomie, Solidarität und Kompetenz – Eigenaktivität, Selbstständigkeit, Spiel- und Lernthemen aktiv vorantreiben und konsequent verfolgen - sind die Ziele der pädagogischen Arbeit im Situationsansatz.

 

Religionspädagogik

„Gemeinsam in der bunten Vielfalt Gottes leben." Unter diesem Leitbild steht die Arbeit der Evangelischen Bodelschwingh-Gemeinde.
Kindergarten- und Krippenkinder erleben Religion durch Zeiten, Rituale und Orte und durch das Vorbild der Erwachsenen. Die Kinder erfahren in unserer Kita Nächstenliebe und Geborgenheit und erleben Hoffnung und Vertrauen. Die Erzieher/innen sind den Kindern zugewandt und sind bereit Ihnen zu zuhören. Wertschätzung und Achtung tragen zur Stärkung der Persönlichkeit der Kinder bei.
Durch das Betrachten von Bilderbüchern, durch das Hören biblischer Geschichten, durch Rollenspiele, durch kirchliche Feste und durch unseren Singkreis, der von der Pfarrerin begleitet wird, wird in unserer Einrichtung der christliche Glaube und die christliche Kultur gelebt.
Ein wichtigstes Ziel unseres Hauses ist die Achtung vor der Schöpfung. Kinder lernen durch Ausflüge in die Natur, durch die gemeinsame Pflege des Gemüsegartens, durch Besuche auf Bauernhöfen, durch das respektvolle Beobachten von Tieren und Pflanzen, die Natur zu achten und wertzuschätzen.